Die maritime Spurensuche bei einem Aufenthalt in der NEPTUN Werft

Hanse Sail Verein e.V.
Ein weißer Hintergrund mit ein paar Linien darauf

"Kein Plan übersteht den Kontakt mit der Realität" 

Der Besuch bei der Rostocker Traditionswerft NEPTUN mit Schülerinnen und Schülern der Kooperativen Gesamtschule Südstadt sollte eigentlich nach dem bewährten Muster unserer vorhergehenden Projekttage ablaufen. Es kam jedoch anders als geplant. Denn das hatten wir noch nie. "Alle Mann von Bord"!

Zunächst durften wir vor dem Ablegen eine Delegation der „Jahresköste der Kaufmannschaft zu Rostock e.V.“, angeführt von ihrem Öllermann Frank Meißler, auf der Pier begrüßen. Die Jahresköste unterstützt unser Projekt mit einer großzügigen Spende, die ganz wesentlich dazu beiträgt, dass wir den Jugendlichen die Teilnahme an einer Fahrt mit der maritimen Spurensuche auch in diesem Jahr kostenlos zur Verfügung stellen können. Vielen Dank für diese große Unterstützung. Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Jahresköste einen Partner für das Projekt Maritime Spurensuche gewonnen haben.

Mit an Bord befand sich dieses Mal auch ein Kamerateam von „Regio TV Rostock“. Gedreht wurde ein Beitrag für die Sendereihe „Rostocker Vereinsgeschichten“. Die Erstausstrahlung erfolgt auf Regio TV Rostock am 04.08.25 ab 17:00Uhr bis zum 05.08.25 16.00Uhr, mit einer stündlichen Wiederholung. Die Zweitausstrahlung erfolgt auf Regio TV Rostock am 07.08.25 ab 17:00Uhr bis zum 08.08.25 16.00Uhr, ebenfalls mit einer stündlichen Wiederholung. Anschließend ist der Beitrag jederzeit auf der Mediathek von Regio TV Rostock abrufbar und auf dem WIRO-YouTube-Chanel zu sehen. Schaut gerne mal rein, es lohnt sich.

Trotz aufziehender Regenwolken hieß es gutgelaunt planmäßig „Leinen los“. Die Santa Barbara Anna trug uns geruhsam die Warnow abwärts in Richtung unseres ersten Ziels, der NEPTUN Werft. Bei leider wenig sommerlichen Temperaturen und dem ein oder anderen Regenschauer zum Trotz, folgten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Oberdeck aufmerksam unserem Informationsprogramm und nach einer knappen Stunde kam an Backbordseite unser Ziel in Sicht. Tja, und dann durchkreuzte ein technisches Problem an Bord unseren Plan und erst mit sehr deutlicher Verspätung konnten wir bei der NEPTUN Werft festmachen. An dieser Stelle ein dickes Lob an die beteiligten Frauen und Männer der Werft, die das für uns vorgesehene Informationsprogramm mit großer Flexibilität und bemerkenswertem Engagement trotzdem noch möglich gemacht haben! 

Die Traditionswerft NEPTUN, deren Wurzeln tatsächlich bis in das Jahr 1850 zurückreichen, präsentierte sich uns als hochmodernes Unternehmen mit einem breiten Portfolio, vielfältigen Ausbildungsberufen, attraktiven und zukunftssicheren Job-Angeboten und einem hochmotivierten Team. Die Schülerinnen und Schüler konnten ganz gewiss eine Vielzahl neuer Informationen und Eindrücke mitnehmen und der ein oder andere Impuls zur späteren Berufswahl war definitiv mit dabei. Der heutige Projekttag wurde auch dank einer großzügigen Spende der NEPTUN Werft finanziert. Diese Unterstützung trägt dazu bei, das Projekt für Schulklassen und der Förderung einer Berufsausbildung im maritimen Bereich, in Zukunft weiter zu festigen.

Während der Betriebsbesichtigung wurde auf der „Santa Barbara Anna“ die Ursache für den technischen Ausfall ermittelt. Dann stand fest, eine Weiterfahrt durfte aufgrund der noch unklaren Situation nur ohne Passagiere erfolgen. Auch wenn dies das vorzeitige Ende unseres Projekttages bedeuten musste, gab es keine Diskussion, denn Sicherheit hat immer die höchste Priorität! So ging es dann vom Werfttor mit drei Großraumtaxis zurück zum Stadthafen. Schade, aber die Werftbesichtigung, unser Informationsprogramm auf der Hinfahrt und sicher auch die besonderen Umstände des vorzeitigen Endes dieses Projekttages werden uns allen sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Die gute Nachricht kam am anderen Morgen von der „Santa Barbara Anna“, die technischen Probleme konnten behoben werden! Das Schiff ist wieder „Klar für alle Fahrtstufen“ und steht uns damit zum Glück auch für die vor den Sommerferien noch geplanten drei weiteren Projekttage zur Verfügung.


Lust dabei zu sein?
Die Tour richtet sich an Jugendliche der Schulklassen 9 und 10.
Termine: nach Vereinbarung
Dauer: 6-7 Stunden
Gruppengröße: max. 25 Personen
Anmeldung: per Mail
maritimespurensuche@hansesailverein.de

Text: Rainer Endres
Bild: Marcel Wittenburg (NEPTUN Werft)
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