Maritime Spurensuche an der Fakultät FMS
EIN BESUCH AN DER FAKULTÄT FÜR MASCHINENBAU UND SCHIFFSTECHNIK (FSM)
Wer in Rostock seiner maritimen Berufung folgen möchte, kann an der FSM der hiesigen Universität ein interessantes Studium aufnehmen. Deshalb organisierten wir für eine 27köpfige Gruppe des Innerstädtischen Gymnasiums Rostock (ISG) einen Besuch. Am 8. Juni 2026 führte Frau A. Pentzek, Fachlehrerin am ISG, die Schülerinnen und Schüler zur Fakultät in der Erich- Schlesinger- Straße. Frau Annika Brudna, Verantwortliche für Studierendenmarketing und Öffentlichkeitsarbeit, begrüßte die Abordnung der Schule sowie vier Vertreter des Hanse Sail Vereins.
Im Einführungsvortrag von Frau Brudna war zu hören, dass die dortigen Bachelor- und Masterstudiengänge alle Absolventen in krisensichere und gut dotierte Jobs führen. Ein Studium in kleinen Gruppen in einer der verschiedenen Ausrichtungen wie Maschinenbau, Biomedizinische Technik, Mechatronik sowie auch Wirtschaftsingenieurwesen befördern eine solide Ausbildung. Es gibt außerdem einen kompletten englischsprachigen Kurs Sustainable Maritime Engineering, der den direkten Weg auf den internationalen Arbeitsmarkt ebnet. Man kann sich auch für ein duales Studium bewerben. Die Firma Liebherr (Kranbau) ist hier ein starker Partner. Auch existieren Kooperationen mit dem Fraunhofer- Institut in der Rostocker Südstadt (Fertigungstechnik, Logistik) sowie auch mit der Firma NORDEX (Windkraftanlagenbau).
Spannend war der sich anschließende Rundgang in die Labore. In drei Gruppen durchliefen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Forschungsbereiche und konnten dabei ihre Fragen loswerden.
Dr.- Ing. Volker Wiechmann stellte den Forschungsbereich Materialprüfung vor. Unter simulierten Realbedingungen werden verschiedene Materialien und Teile geprüft, um deren Optimierung in Beschaffenheit, Form und Oberfläche zu erreichen. Dazu finden z.B. Umströmungsmessungen im Rundlaufkanal oder im Windkanal statt. Verschiedene Verfahren der Fügetechnik, KI- Anwendungen, Roboterprogrammierung sowie Materialprüfungsmaschinen werden hierfür herangezogen.
Andreas Stawski, M.Sc., zeigte den Jugendlichen die Forschungshalle für Schiffstechnische Konstruktionen und nahm sich viel Zeit, die Arbeit an der Weiterentwicklung von Schiffsdieselmotoren zu erläutern. Verbrennungsmotoren großer Leistung sind weiterhin unverzichtbar und die Forschung daran ist ein dankbares und hochinteressantes Arbeitsfeld.
Als Vertreter des Lehrstuhles für Strömungsmechanik führte Henry Schultz, M.Sc. durch die Strömungshalle. Dort werden Aspekte der Wasser- und Gasströmung an Schiffsbauteilen untersucht. Er erklärte der Gruppe die Arbeit mit den beiden Strömungskanälen und stellte Aspekte seiner Forschung an der Strömungskontrolle vor, indem er seinen Versuchsaufbau erläuterte und dessen Arbeitsweise demonstrierte. Anhand der Resultate wird die Form der
zu untersuchenden Bauelemente durch 3D-Neudruck stetig angepasst. So lässt sich ein optimaler Materialeinsatz und auch eine ökonomischere Fortbewegung von Schiffskörpern erreichen.
Nach gut zwei Stunden hörten wir von den Schülerinnen und Schülern ein durchweg positives Fazit. Zwei von ihnen hatten bereits vorab eine universitäre Ausbildung im Maschinenbau ins Auge gefasst und fühlen sich nun bestärkt. Vielleicht regt dieser Besuch auch weitere Mitschüler an, darüber nachzudenken.
Wir danken den beteiligten Kollegen der Fakultät für Ihre Zeit und die interessanten Einblicke in ihre Arbeitsgebiete.
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Lust dabei zu sein?
Die Tour richtet sich an Jugendliche der Schulklassen 9 und 10.
Termine: nach Vereinbarung
Dauer: 6-7 Stunden
Gruppengröße: max. 25 Personen
Anmeldung: per Mail
maritimespurensuche@hansesailverein.de
Text: Karin Wohlgemuth
Bild: Team Maritime Spurensuhe









